Live in Concert

(zur Zeit leider vergriffen/ sold out)
Live in Concert Cover
1. Pilgrims of Eterniy
    Breda /NL  31.10.1992
2. Children of the Midnight
    Breda /NL  31.10.1992
3. Ganga - Tibetan Meditationtube Version
    Amsterdam / NL  20.4.1991
4. Journey to Eternity
    Erkrath / GER  5.5.1991
5. The End of Time - The Cosmic Version
    Erkrath / GER  5.5.1991

Total Time 73:55



p+© 1993 by IC/DigItMusic GmbH  2194-2

Daß Klaus Hoffmann-Hoock, Geist und Mastermind von Mind Over Matter, lieber noch als im Studio auf der Bühne arbeitet, ist Kennern der Formation seit Jahren bekannt. Und warum sollte sich die Mixtur aus symphonischem Rock und sphärischer Elektronik, die Konzertbesucher regelmäßig in Begeisterung versetzt, nicht auch auf einer Live-CD vorteilhaft in Szene setzen lassen? Falls der 42jährige MOM-Boß (portraitiert im KEYBOARDS "Profil" 1/93) diese Kalkulation im Kopf gehabt haben sollte: In den 12 Tracks dieses Albums ist sie aufgegangen wie der Mais im Popcorn Topf - nicht zuletzt dank einer Band, die ihren Keyboardern Cherif Khalil und Georg Mahr genügend Raum läßt für elektronische Knalleffekte. Schade nur, daß für visuelle Elemente auf einer Audio-CD kein Bit reserviert ist, denn die Tänzerin Elke Dirx würden wohl auch hartnäckigste Stubenhocker gern mal in Aktion erleben. Da hilft nur Eines: Hoch vom Sofa und rein ins nächste Konzert. Oder weiter gehofft auf ein Konzert Video von Mind Over Matter. Wie wär's damit, IC?

KEYBOARDS 11/93
Es war 1989, da fegte die "Tour de Trance" durch diverse Länder. Durch diese Konzerte hat sich das ehemalige reine Studioprojekt Mind over Matter zu einem der interessantesten Live-Acts der EM-Szene entwickelt. Nur für diese Zwecke hat der geistige Kopf Klaus Hoffmann-Hoock eine MoM Liveband zusammengestellt, die nicht nur wegen des hohen Livegehaltes, sondern auch durch optische Anreize wie Theatereinlagen aus einem MoM Konzert etwas ganz Besonderes machen. Nun hat sich IC dazu entschlossen, aus den zahlreich vorhandenen Live Bändern eine CD zusammenzustellen, die schlicht "Live in Concert" (doppelt gemoppelt versteht man besser) betitelt wurde. Dabei handelt es sich um Aufnahmen aus Amsterdam, dem Planetarium in Erkrath und vom letzten KLEM-Tag in Breda. Der Großteil der CD besteht aus Material von den letzten beiden Alben "Trance ´n´ Dance" (Children of the Midnight) und "In Search of Eternity" (Pilgrims of Eternity, Journey to Eternity), womit Klaus Hoffmann-Hoock gezeigt hat, daß EM nicht nur aus Sequenzen, Leadstimme, Flächen und simplen Melodien bestehen muß, sondern ab und zu auch innovative, progressive, ethnische Rockelemente beinhalten kann, auch wenn es einige eher zart besaitete Hörer nicht wahrhaben wollen. Im allgemeinen unterscheiden sich die Liveversionen nicht besonders strukturell von den Studioversionen, insbesondere bei den oben genannten, die dennoch durch den hohen Livegehalt einiges an Lebendigkeit gewinnen. Dabei besticht die Musik durch das Zusammenspiel von elektronischen sowie akustischen Klangerzeugern und der Integration europäischer (70'er Jahre) progressiver Rockelemente und fernöstlicher Einflüsse, wobei eine neue, sehr eigenständige Musik entsteht. Neben den recht aufreibenden Epen hat er jedoch auch ältere Stücke draufgepackt aus frühen, ruhigeren Zeiten, die "Cosmic Version" von "End of Time" aus Erkrath und die spezielle "Tibetan Meditationtube Version" von "Ganga". Dabei hat er seinen speziellen "Tibetanischen Meditationsschlauch" verwendet. Das ist ein langer Schlauch, durch den er durch seine Stimme Töne verfremdet und durch schwenken des Schlauches zwischen zwei Mikrophonen pendelt, was einen interessanten Stereoeffekt ergibt. Was sich nun hinter der Herkunft des Meditationsschlauchs verbirgt, darüber sollte sich jeder seine eigenen Gedanken machen, auch darüber, wie ernst man diese lnstrumentenbeschreibung sehen sollte. Daß man neben den MoM Studioalben nun auch "Live in Concert" in sein CD-Regal stellen sollte, will ich jetzt nicht unbedingt behaupten. Wie gesagt, die Versionen unterscheiden sich eigentlich nur durch die Tatsache, daß alles etwas unreiner, unperfekter, aber auch wesentlich lebendiger wirkt. Es sind eben Liveversionen mit all den Vor- und Nachteilen. Wer jedoch noch keine MoM CD sein Eigen nennt, kann sich mit dieser CD einen umfangreichen Überblick über die Aktivitäten der Band der letzten Jahre machen. Dafür ist "Live in Concert" eine sehr gute Gelegenheit, insbesondere auch wegen der langen Spieldauer.

EMM 9/93    CD-Tip des Monats

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